Über mich Warum ich tue, was ich tue.

Karriere ist nicht das Ziel. Karriere ist die Folge: von Führungsreife, von Klarheit, von Vertrauen, von der Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Wie ich zu dieser Überzeugung kam, ist eine Geschichte mit zwei Seiten.

Kerstin Harney, Portrait

Die Geschichte in drei Akten

01

Es begann mit einer Beobachtung.

Als ich mit 19 meine Ausbildung zur Bankkauffrau begann, dauerte es nur wenige Tage, bis mir eines klar wurde: Es gibt Führungskräfte, die wirklich führen und etwas bewegen wollen. Und es gibt die anderen.

Das eigentliche Problem war nicht, dass es die anderen gab. Sondern dass sie an den entscheidenden Stellen saßen, befördert wurden und in Auswahlverfahren Erfolg hatten. Die Folgen: irritierte Teams, Zynismus, Führung, die in Krisenzeiten nicht trug. Mich ließ die Frage nicht los, wie so viel Energie und Potenzial verloren gehen konnte.

02

Dann machte ich meine eigenen Fehler.

Die wahren Hintergründe verstand ich erst Jahre später. Vorher zahlte ich selbst Lehrgeld.

Ich verließ den Konzern. Die beiden Positionen, die ich mir wünschte, bekam ich nicht: einmal das Thema in der Bewerbung verfehlt, einmal naiv und schlecht vorbereitet ins Auswahlverfahren gegangen. Stattdessen nahm ich das verlockende Angebot einer erfolgreichen Unternehmensberatung an. Es wurde die schlimmste Zeit meines Berufslebens. Die Kultur ging komplett an meiner Persönlichkeit und meinen Werten vorbei, das Führungsverständnis stammte aus der Steinzeit. Ich hätte nicht weniger in dieses Unternehmen passen können. Das Lehrgeld war hoch, bis hin zu gesundheitlichen Folgen.

Ich machte mir Vorwürfe: Ich hätte besser hinsehen müssen, bessere Fragen stellen, die Passung prüfen. Hatte ich aber nicht. Seitdem weiß ich: Die zentrale Frage bei einem Karriereschritt lautet nicht „Wie bekomme ich den Job?“. Sie lautet: „Passt diese Position zu mir? Kann ich in diesem Umfeld wachsen und wirksam führen?“

Eine Fehlbesetzung kostet das Unternehmen Geld. Eine Fehlentscheidung kostet die Führungskraft Lebenszeit, Energie und im schlimmsten Fall die Karriere.

03

Jahre später saß ich im Raum, in dem entschieden wird.

Als Assessorin beobachtete ich ein strukturiertes Führungsinterview. Der Kandidat, ich nenne ihn Ben, hatte auf dem Papier alles: Führungserfahrung, beeindruckende Projekte, ein überzeugendes Foto. Dann betrat er den Raum.

Solange es um seine Projekte ging, strahlte er. Bei der Frage, was ihn als Persönlichkeit auszeichne, fiel er in sich zusammen. Vor mir saß jemand, der die Position theoretisch ausfüllen konnte und faktisch scheitern würde. Nicht, weil er nicht gut genug war. Sondern weil er nicht wusste, wer er war.

Ich habe seither viele Bens erlebt: Führungskräfte mit echtem Potenzial, die im entscheidenden Moment nicht zeigen konnten, was in ihnen steckt. Und ich habe erlebt, was passiert, wenn jemand Klarheit über sich hat. Die Entscheider im Raum erkennen es sofort. Nicht an gelernten Antworten, sondern an echter Bereitschaft.

Ben fehlte nicht die Kompetenz. Ben fehlte die Führungsreife.

Substanzbeweis

Beide Seiten, ein Anliegen.

Aus diesen Erfahrungen ist mein Herzensanliegen geworden: Fehlentscheidungen verhindern. Auf beiden Seiten.

Deshalb berate ich bis heute mit strohbach & harney Banken in Fragen der Unternehmensführung und begleite parallel Führungskräfte bei ihrem nächsten Schritt. Zwei Seiten derselben Medaille. Und mein Alltag, nicht meine Vergangenheit.

Kerstin Harney im Beratungsgespräch

Mein Ziel ist nicht, Ihnen zum nächsten Job zu verhelfen. Mein Ziel ist, dass Sie die Position finden und bekommen, in der Sie wirksam führen und sich lebendig fühlen.

Das Handwerk dazu habe ich mir über 25 Jahre aufgebaut: als systemischer Coach, Berufsberaterin und Change Managerin. Das Nachdenken darüber steht in meinem Buch „Fit für Karriere!“, mit eigenen Modellen wie der Entwicklungspyramide und dem Personal Leadership Canvas.

Haltung

Substanz statt Fassade.

Wofür ich stehe

Ich arbeite mit Führungskräften, die bereit sind, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Die nicht nur den nächsten Job wollen, sondern die nächste Verantwortung. Die wissen, dass Führungsreife keine Technik ist, sondern eine Haltung.

Wofür ich nicht stehe

Wer Interview-Tricks sucht oder den Lebenslauf aufhübschen lassen möchte, ist hier falsch. Ich arbeite nicht mit Menschen, die Karriere als Statussymbol verstehen. Und nicht mit Organisationen, die Führung als reines Machtinstrument begreifen.

25 Jahre

Banking, Managementberatung, Coaching

Assessorin

Eigene Tätigkeit in Führungsauswahlverfahren

Unternehmensberaterin

strohbach & harney, Beratung für Banken (seit 2012)

Autorin

„Fit für Karriere!“

Qualifikationen

Systemischer Coach · Berufsberaterin · Change Managerin

Verantwortung soll dort liegen, wo Menschen ihr fachlich, menschlich und strategisch gewachsen sind.

An diesem Satz messe ich meine Arbeit. Auf beiden Seiten.

Das Erstgespräch

Sprechen wir über Ihren nächsten Karrieremoment.

Wenn meine Geschichte Sie an Ihre eigene erinnert: Sprechen wir.

Erstgespräch vereinbaren

30 Minuten. Vertraulich. Unverbindlich.